Archiv der Kategorie: Technik Sonntag

Das Löschfahrzeug

Hinter der Bezeichnung LF 8/6 verbirgt sich ein sogenanntes Löschgruppenfahrzeug mit einer Festeingebauten Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Leistung von 800 Liter in der Minute bei 8 bar Druck und einem Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 600 Liter Wasser.

Das LF 8/6 der Feuerwehr Birkenheide wurde 1991 von der Firma GFT auf einem Fahrgestell der Firma Mercedes Benz aufgebaut. Es hat seit Jahresmitte 2017 den Funkrufnamen „Florian Maxdorf 2-44-1“. Unser LF 8/6 ist ein sogenannter „Erstausrücker“ das Bedeutet dass das Fahrzeug bei den meisten Einsatzarten als 1. Fahrzeug mit seiner Besatzung ausrückt.

Auf dem Fahrzeug sind 9 Sitzplätze vorhanden die von folgenden Funktionen besetzt werden, 1 Maschinist (Fahrer), 1 Fahrzeugführer (Gruppenführer), 1 Angriffstrupp (2 Personen), 1 Wasserstupp (2 Personen), 1 Schlauchtrupp (2 Personen und 1 Melder.

Beladen ist das Fahrzeug mit einer ca. 400 teiligen Beladung zur Brandbekämpfung, der leichten Technischen Hilfe sowie für den leichten Umweltschutz Einsatz.

Unser Löschgruppenfahrzeug wird im Jahr 2018 durch ein sogenanntes MLF Mittleres Löschfahrzeug ersetzt. Hier zu können Sie gerne in der Rubrik „Fahrzeugprojekt MLF“ mehr Informationen Nachlesen.

Strahlrohre bei der Feuerwehr

Bei der Feuerwehr werden sogenannte Strahlrohre für die Wasserabgabe benutzt, die Strahlrohre sind nach der DIN genormt. Bei der Feuerwehr Birkenheide werden folgende Strahlrohre für die jeweiligen Einsatzbereiche eingesetzt.

Das B-Rohr ist das größte Strahlrohr was von einem Feuerwehrtrupp (2 Personen) geführt werden kann. Es hat einen Wasserdurchfluss von 400 Liter in der Minute bei einem Druck von 8 bar, entfernt man das sogenannte Mundstück kommt man auf eine Literleistung von 800 Liter die Minute. Das Strahlrohr hat einen Sprühstrahl oder einen Vollstrahl.

Bei dem C-Rohr ist ein Strahlrohr mittlerer Größe was ebenfalls von einem Feuerwehrtrupp (2 Personen) geführt wird. Es hat einen Wasserdurchfluss von 200 Liter in der Minute bei einem Druck von 8 bar, entfernt man das sogenannte Mundstück kommt man auf eine Literleistung von 400 Liter die Minute. Das Strahlrohr hat einen Sprühstrahl oder einen Vollstrahl.

Das Hohlstrahlrohr ist erst seit einigen Jahren bei der Feuerwehr vertreten und löst immer mehr die Technik der C und B-Rohre ab. Im Gegensatz zu den Strahlrohren B und C kann man bei einem Hohlstrahlrohr die Wasserdurchflussmenge in festgelegten Stufen einstellen. Hier ist es auch möglich das Sprühbild Stufenlos von einem Vollstrahl über einen Sprühstrahl hin zu einem Sprühstrahl mit Mannschutz zu Verstellen. Der Begriff Hohlstrahl kommt zustande da das Sprühbild in der Mitte Hohl ist. Bei der Feuerwehr Birkenheide kommen 2 Typen Hohlstrahlrohe zum Einsatz zum einen mit einer Durchflussmennge von 60-150-235 Liter die Minute bei 6 bar Druck und Holstrahlrohre mit 40-80-130 die Minute bei 6 bar Druck. Der Einsatzbereich dieser Hohlstrahlrohre ist fast Grenzenlos ob mit Wasser, Netzmittel oder sogar im Schaumeinsatz

Für den Bereich der Wald und Flächenbrände haben wir D – Hohlstrahlrohre mit einer Durchflussmenge von 50 Liter die Minute bei 6 bar Druck.

Die Motorkettensäge

Bei der Feuerwehr Birkenheide werden mehrere Motorkettensägen vorgehalten, auf dem LF 8/6 (Löschgruppenfahrzeug) eine Stihl MS-460, auf dem TLF 3000 (Tanklöschfahrzeug) eine Stihl MS-024-AV und im Gerätehaus liegt noch eine Stihl MS-066.

Eine Motorkettensäge ist wie der Name schon sagt eine von einem Verbrennungsmotor angetrieben Kettensäge. Bei jeder Motorkettensäge liegt auch noch die dazugehörige Schutzausrüstung wie die Schnittschutzlatzhose vom Typ C und ein Waldarbeiterschutzhelm. Ebenso gehört auch ein Doppelkanister mit geeigneten Betriebsmittel und ein Werkzeugsatz dazu.

Die Feuerwehr hält die Motorkettensägen vor um sogenannte Gefahrenbäume zu Beseitigen. Gefahrenbäume sind Bäume von denen eine Gefahr für Menschen und Sachgüter ausgeht.

Um eine Motorsäge Bedienen zu dürfen muss die Einsatzkraft einen Fachlehrgang auf Kreisebene absolvieren.

Der Einsatzleitwagen

Der Einsatzleitwagen der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Maxdorf stationiert bei der Feuerwehr Birkenheide, wurde im Jahr 2013 durch eine Fachfirma komplett neu Aufgebaut und in Birkenheide stationiert, vorher stand das Fahrzeug bei der Feuerwehr Maxdorf.

Neben der Umstellung auf den Digitalfunk, des Umbaues des Geräteraumes und vom Arbeitsraum wurden auch die Arbeitsplätze mit Computertechnik ausgestattet. Das Fahrzeug gliedert sich in 3 Räume, wir haben vorne die Sitzplätze für den Maschinisten (Fahrer) und den Gruppenführer. Daran angrenzend folgt der Arbeitsraum mit einem Computer Arbeitsplatz für den Funker mit 3 Digitalen Funkkreisen sowie 2 Analogen Funkkreisen, sowie einen weiteren Computer Arbeitsplatz für einen Führungsassistenten. Der letzte Raum bildet den Geräteraum, hier wird weitere Technik und Beladung für den Betrieb des Fahrzeuges gelagert.


Hier Sitz der Maschinist und der Gruppenführer des Fahrzeuges


Das Bild zeigt den Arbeitsraum mit den 2 Computer Arbeitsplätzen


Der Geräteraum im Heck des Fahrzeuges mit seiner Beladung

Zur Ausstattung zählen: mehrere Tragbare Digitalfunkgeräte, eine Telefonanlage mit Fax und Tragbaren Telefonen, ein Drucker mit Scan und Kopierfunktion mit dem Format A4, einen A3 Drucker, ein Stromerzeuger, diverse Schreibutensilien, ein Faltpavillon mit Sitzgelegenheit und noch einiges mehr.

Beide Computer Arbeitsplätze sind mit der Einsatzführungssoftware Fireboard sowie mit Zahlreichen Datenbanken und Bibliotheken ausgestattet. Für die Suche im Internet und der Kommunikation mit der Einsatzzentrale in Maxdorf ist das Fahrzeug auch mit einem Internet Router ausgestattet.

Die Tauchpumpe

Bei der Feuerwehr gibt es neben der Tragkraftspritze und der Feuerlöschkreiselpumpe auch noch Tauchpumpen. Wie der Name schon sagt wird diese Pumpe in das Wasser abgelassen und saugt dieses ab. Die Feuerwehr Birkenheide hat Tauchpumpen der Firma Mast vom Typ TP 4 auf den Fahrzeugen Löschgruppenfahrzeug und dem Tanklöschfahrzeug verlastet. Die Tauchpumpen werden von einem 230 Volt Elektromotor angetrieben. An der Pumpe wird ein B-Schlauch angeschlossen sowie eine sogenannte Arbeitsleine zur Sicherung der Pumpe. Mit dem Pumpen Typ TP 4 können ca. 400 Liter Brauchwasser pro Minute gefördert werden.

Meistens kommen Tauchpumpen bei dem Einsatzstichwort „Wasser im Keller“ zum Einsatz. Bauart bedingt hat aber auch die Tauchpumpe eine Leistungsgrenze, es bleibt immer eine Rest Menge von Brauchwasser zurück.

Schläuche bei der Feuerwehr

Am heutigen Technik Sonntag möchten wir Ihnen die Verschiedenen Schläuche bei der Feuerwehr vorstellen. Man Unterscheidet hier in 3 Hauptgruppen Saugschläuche, Druckschläuche und Formstabile Schläuche.

Die Gruppe der Formstabilen Schläuche werden auch Schnellangriffschläuche genannt, diese sind auf einer im Löschfahrzeug festverbauten Schlauchhaspel aufgerollt und fest mit der Feuerlöschkreiselpumpe verbunden. Der Vorteil dieser Schnellangriffschläuche liegt wie der Name schon sagt in der Schnelligkeit, der Schlauch muss nicht komplett von der Schlauchhaspel abgerollt werden sondern kann von 1m bis 60m Stufenlos benutzt werden. Auf unserem Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) befindet sich ein 50m Schnellangriffschlauch und auf dem Tanklöschfahrzeug 3000 (TLF 3000) lagert ein 60m Schnellangriffschlauch.

In der Gruppe der Saugschläuche befinden sich wie der Name schon sagt Schläuche mit denen Löschwasser zum Beispiel aus einem offenen Gewässer Fluss, Bach oder See mit Hilfe der Feuerlöschkreiselpumpe angesaugt werden kann. Auf unseren Fahrzeugen LF 8/6 und dem TLF 3000 lagern je 4 Saugschläuche vom Typ A-110mm-1600mm (Innendurchmesser 110 mm und einer Länge von 1600 mm).

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Druckschläuche bei der Feuerwehr Birkenheide werden in einer großen Menge und verschieden Ausführungen auf den Fahrzeugen LF 8/6 und dem TLF 3000 vorgehalten. Wir haben folgende Typen von Druckschläuchen verlastet.

A-110mm-20m
B-75mm-20m
B-75mm-5m
C-42mm-15m
C-42mm-30m
D-25mm-15m

Mit dem Buchstaben A,B,C,D wird der Schlauch unterschieden, die erste Zahl zeigt was der Schlauch für einen Innendurchmesser hat. Die letzte Zahl sagt aus wie lange der Schlauch ist. Jeder Schlauch ist auf beiden Seiten mit einer genormten Druckkupplung ausgestattet, was uns die Möglichkeit gibt die Schläuche mit diversen Wasserführenden Armaturen und verschiedenen Pumpen zu Verbinden oder auch die Schläuche miteinander zu Verbinden um so eine große Distanz zu Erreichen.

Der mobile Wasserwerfer

Als eines der ersten Geräte am Technik Sonntag möchten wir Ihnen unseren mobilen Wasserwerfer vorstellen. Dieser ist auf unserem TLF 3000 (Tanklöschfahrzeug mit 3000 Liter Löschwasser) verlastet.

Der mobile Wasserwerfer vom Typ R.A.M auch Rapid Attack Monitor genannt hat eine Durchfluss Menge von ca. 1893 Liter pro Minute bei ca. 5 bar Druck und wird von einem Schlauch vom Typ B-75 mit dem Löschwasser versorgt. Der R.A.M ist für einen sogenannten unbemannten bzw. für einen bemannten Betrieb ausgelegt, das heißt er kann in den Einsatz gebracht werden ohne das Personal zum Betrieb gebunden wird. Zur Sicherung kann er mittels eigenem Anschlagmittel an einem Festpunkt fixiert werden. Ausgestattet mit einer Hohlstrahldüse haben wir die Möglichkeit von einem Vollstrahl (gebündelter Wasserstrahl) mit großer Wurfweite Stufenlos zu einem sehr breiten Sprühstrahl mit einer feinen Wasservernebelung zu wechseln. Vorteil des Sprühstrahl ist das mit wenig Aufwand eine sehr große Fläche gekühlt werden kann. Auch in Verbindung mit einem Zumischer und Schaummittel können wir die große Wurfweite bei Bedarf Ausnutzen.

Neue Kategorie der „Technik Sonntag“

Ab dem heutigen Samstag den 21.04.2018 werden wir Ihnen jeden Sonntag, in der Kategorie „Technik Sonntag“ eins unserer zahlreichen Einsatzgeräte vorstellen. Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick geben für was eine Feuerwehr in der heutigen Zeit gerüstet sein muss und warum.